Friesenheim/St. Ingbert / Oktober 2026
Der Degen-Nachwuchs der TSG Friesenheim hat bei den offenen Saarlandmeisterschaften die Jugend-Wettbewerbe klar dominiert. Bei den Mädchen der U15 gab es sogar einen Friesenheimer Doppelsieg. Aber nicht nur die Jugend war erfolgreich: Bei den „Seniors“ gewann Emma Oberthür sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft Gold. Insgesamt holten die Fechterinnen und Fechter der Eulen sieben Mal Edelmetall.
Maya Ehret und Lena Münstermann erwischten in St. Ingbert einen perfekten Tag. Mit jeweils sechs Siegen aus sechs Gefechten führten sie das Feld nach der Vorrunde von den Plätzen eins und zwei aus an. Im Viertelfinale setzte sich Maya 15:11 gegen Agrima Pandey von der TG Mainz-Gonsenheim durch, Lena gewann 15:12 gegen Emily Heck vom PST Trier. Das Halbfinale gewann Maya gegen Pandeys Teamkameradin Pauline Kubiczek mit 15:11, Lena ließ Ilvi Grüntjes vom TV Homburg mit 15:7 keine Chance. Das reine Friesenheimer Finale gewann Maya Ehret schließlich 15:11, beide TSG-Fechterinnen konnten sich aber über den Doppelsieg freuen. Die dritte Friesenheimer Starterin, Lena Reinhardt, kam auf Rang zwölf. Bei den Jungs der U15 holte Gabriel Debeauvais Bronze. Er gab auf der Fechtbahn eine überzeugende Vorstellung und schied erst im Halbfinale mit 10:15 gegen Leif Grüntjes vom TV Homburg aus. Benedikt Ziegler erreichte Rang 13.
Ein tolles Comeback gab zudem Emma Oberthür. Bei ihrem ersten Wettkampf nach vier Monaten holte sich sich gleich den Titel. Nach der Vorrunde bereits auf Platz eins gesetzt, setzte sie ihre Siegesserie fort. Im Viertelfinale schlug sie Diana Alosyhna von der TUS Neunkirchen deutlich 15:5. Im Halbfinale ließ sie Lina Schneider vom TV Homburg mit 15:10 hinter sich. Und auch das Finale gewann sie souverän 15:10 gegen Kathrin Richter vom Fechterring Hochwald und konnte sich anschließend Saarlandmeisterin der Klasse „Seniors“ nennen.
Nach den fantastischen Einzel-Ergebnissen gingen die Athleten der TSG auch in den Mannschaftswettbewerben an den Start. Alle Teams gewannen dabei Gold. Maya Ehret, Lena Münstermann, Mirja Herrmann und Lena Reinhardt gewannen das Finale gegen die Startgemeinschaft Hochwald / Homburg mit 45:29. Gabriel Debeauvais und Benedikt Ziegler gewannen im Team mit den Heidelbergern Marc Jäger und Dominic Gölicke ihr Finale ebenfalls deutlich und ebenfalls gegen die Startgemeinschaft Hochwald / Homburg mit 45:25. Und auch Einzel-Gewinnerin Emma Oberthür holte sich den Mannschaftstitel in einer gemischten Startgemeinschaft mit einem klaren 45:22-Sieg über den TV Homburg.
Maya Ehret ging an diesem Wochenende sogar noch bei einem zweiten Turnier an den Start. Bei den mit 114 Starterinnen stark besetzten Rhein-Neckar-Open kam sie auf einen starken 24. Platz, nachdem sie erst nach Zeitablauf 11:14 gegen Hannah Dicks vom Neusser SV auschieden war. dpla
Friesenheim/Tbilisi / Oktober 2026
Am Tag nach der Veteranen-WM konnte Bettina Fichtel aufgrund einer Überbelastung ihres Fußes nur noch sitzend zuschauen. „Ich habe alles gegeben und bin wohl über die Belastungsgrenze gegangen, ohne dies – voller Adrenalin – wirklich zu merken. Aber das Team hat mich gebraucht, und ich wollte diese Medaille unbedingt“, sagte die 60-jährige Friesenheimer Fechterin, die am Tag zuvor Mannschaftsgold gewonnen hatte. Damit konnte sie ihren Triumph von 2024 wiederholen.
Anders als vor zwei Jahren waren die deutschen Fechterinnen als amtierende Titelverteidiger bei der WM in Tbilisi, Georgien, in der Favoritenrolle. Nach einem gemeinsamen Trainingslager in Heidelberg war man optimal vorbereitet. Die Friesenheimerin Bettina Fichtel ging hochmotiviert in das Turnier, hatte im Einzel einen ausgezeichneten 6. Platz erreicht und nur knapp eine Medaille verpasst. Nach starken Direktausscheidungsgefechten musste sie sich der Vizeweltmeisterin des Vorjahres, Cano Diosa (Spanien), geschlagen geben.
In den Mannschafts-Wettkämpfen wurde es erst spät richtig spannend, da das deutsche Team den ganzen Tag über herausragende Leistungen zeigte. Im Viertelfinale wurde Australien (43:25) und im Halbfinale Frankreich (45:29) deutlich geschlagen. Im Finale brachte Fichtel das deutsche Team auf die Siegerstraße, indem sie im zweiten Gefecht einen 2:3-Rückstand übernahm und diesen ohne Gegentreffer in eine 7:3 Führung verwandelte. In den Gefechten danach konnten die taktisch gut geschulten Italienerinnen langsam Treffer für Treffer aufholen und zwischenzeitlich sogar ausgleichen. Doch im letzten Gefecht konnte das deutsche Team erneut davonziehen, Fichtel und ihre Mannschaftskameradinnen jubelten und sicherten sich mit einem 30:25-Sieg den WM-Titel. dpla
Nachwuchsfechterin der TSG Friesenheim mit starkem Auftritt bei Titelkämpfen
Friesenheim / Mai 2026
Bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse U15 konnte Maya Ehret ein echtes Ausrufezeichen setzen. Das Degen-Talent der TSG Friesenheim räumte bei ihrem Weg durch die Direktausscheidung gleich zwei Hochkaräter aus dem Weg und belohnte sich mit einem starken 15. Platz unter 70 Starterinnen.
Mit vier Siegen aus sechs Gefechten schaffte es Maya auf Rang 18 der vorläufigen Setzung der Direktausscheidung. Ihr persönliches Highlight war der Sieg gegen die spätere Deutsche Meisterin Aura Strachun vom Olympischen Fechtclub Bonn, die kein anderes Gefecht im gesamten Turnierverlauf verloren hatte.
Ihr erstes K.o.-Duell bestritt Maya gegen Stella Sofie Breitbach (EFG Essen), das sie knapp 15:14 gewinnen konnte. Anschließend ging es gegen Charlotte Tamina von Loh (Quernheimer FC), gegen die sie im Jahr zuvor bei der U13 DM in Heidenheim ausgeschieden war – von Loh hatte später Silber geholt. Maya Ehret bewies ein weiteres Mal Nervenstärke und setzte sich 15:14 durch. Im Achtelfinale war die spätere Drittplatzierte, Charlotte Englert von Eintracht Frankfurt, zu stark. Maya Ehret schied mit einer 10:15-Niederlage aus, konnte auf Platz 15 bei ihrer ersten DM-Teilnahme in der höheren Altersklasse aber mächtig stolz sein. Schon eine Woche zuvor hatte sie bei der U17-DM in Bielefeld mit Rang 30 überzeugen können.
Eine gute Leistung zeigte auch Lena Münstermann, die sich buchstäblich in letzter Minute für die DM qualifiziert hatte. Sie holte ebenfalls vier Siege aus sechs Vorrundengefechten, musste dann jedoch eine knappe 10:11-Niederlage nach Zeitablauf gegen Carla Basso von der SportVg Feuerbach hinnehmen, obwohl sie einen zwischenzeitlichen Vier-Treffer-Rückstand aufholen konnte. Lena beendete das Turnier auf Position 36. Bei den Jungs hatten sich Silas Herrmann und Benedikt Ziegler für die Titelkämpfe der U15 in Leverkusen qualifiziert. Beide schieden jedoch bereits in der Vorrunde aus. Emma Oberthür kam in der Altersklasse U20 auf Rang 40. Nach einer durchwachsenen Vorrunde mit drei Siegen bei drei Niederlagen unterlag sie in ihrem ersten Gefecht der Direktausscheidung 9:15 gegen Maria Herz vom Heidenheimer SB. dpla