Trauerfall

Die Fechtabteilung der TSG Friesenheim trauert um ihren langjährigen Fechttrainer

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der nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Wir verlieren mit Anatoliy einen guten Freund und langjährigen, engagierten Trainer, der maßgeblichen Anteil an den Erfolgen unserer Fechtabteilung hatte. Er war nicht nur bei uns im Verein, sondern auch über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus ein hochgeachtetes Mitglied unserer Fechterfamilie. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in unserem Verein.

In Gedanken sind wir in dieser schwierigen Zeit bei seiner Familie.

Wir werden Anatoliy Dubyago sehr vermissen und ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

TSG Friesenheim
Fechtabteilung

Nachwuchsfechter auf Erfolgskurs

Friesenheim 19.10.19

IMG 1481Emma Oberthür hat in Waldkirch den Sepp-Mack-Cup in der Altersklasse U13 gewonnen. Ohne Niederlage und mit einem Trefferverhältnis von 25:8 hatte sie die Vorrunde beendete. Zwar schied sie im Halbfinale aus, aufgrund getrennter Wertung konnte sie sich dennoch über Platz eins freuen. Auch in der Altersklasse U15 hatte sie das Halbfinale erreicht.

Bei der Südwestdeutschen Jugend-Meisterschaft war die Nachwuchsfechterin ebenfalls erfolgreich: Sie sicherte sich den Titel im U13-Degen vor Adam Zoe aus Maxdorf, im U13-Florett wurde sie Zweite hinter Florence Kießling (Frankenthal). Weitere Medaillen gab es für Franz Weckwert, der sowohl im Degen als auch im Florett U13 Silber holte. Emil Gersch gewann Bronze im Florett U20. Die Mannschaft mit Emma Oberthür, Franz Weckwerth und Hanna Schabacker musste sich Frankenthal 29:45 geschlagen geben und belegte Rang zwei. dpla

Renate Alles wird Mannschafts-Vizeweltmeisterin im Degenfechten der Veteranen

Bei der ersten WM-Teilnahme gleich eine Medaille: TSG-Degenspezialistin Renate Alles hat bei der Weltmeisterschaft der Fecht-Veteranen Silber mit der deutschen Mannschaft geholt. Schon im Einzel hatte sie mit Rang acht überzeugt.

Reni Vize KopieZur Veteranen-Weltmeisterschaft im Fechten wird man erst zugelassen, wenn man mindestens 50 Jahre alt ist. In ihrem ersten Jahr in der Altersklasse 50 hatte die Friesenheimerin Renate Alles eine überzeugende Saison hingelegt und die Qualifikation zur WM sogar als Führende der deutschen Rangliste abgeschlossen. Damit war ihr bei den Titelkämpfen, die in Ägyptens Hauptstadt Kairo ausgetragen wurden, sowohl ein Startplatz im Einzel als auch in der Mannschaft sicher.

Die Mannschaft, bestehend aus sechs Fechterinnen, wovon je zwei der AK50, der AK60 und der AK70 angehören, musste sich erstmal finden. „Wir kannten uns teilweise nicht und konnten uns gegenseitig nicht einschätzen“, erzählt Alles. „Die Vorrunde war miserabel.“ Zwei Niederlagen aus zwei Gefechten bedeutete den zweitschlechtesten Platz im K.o. und damit von Beginn an starke Gegner.

Zum Auftakt ging es gegen Japan, das zwei Mal gewonnen hatte. Das deutsche Team zeigte plötzlich ein völlig anderes Gesicht als noch in der Vorrunde. 10:0 hieß es bereits nach zwei Gefechten. Der 30:17-Endstand war nur noch Formsache. „Der Sieg hat uns Selbstvertrauen gegeben“, so Renate Alles, die mit 5:0 und 5:2 maßgeblich zum Weiterkommen beigetragen hatte. Auch das anschließende Viertelfinale gegen Schweden gewannen die deutschen Damen klar mit 30:22.

Halbfinal-Gegner USA lag zunächst 5:4 in Front, doch die TSG-Spezialistin machte aus dem Rückstand dank eines 6:2-Gefechts eine Drei-Treffer-Führung. Die US-Amerikanerinnen kamen zwar nochmal bis auf einen Punkt heran, doch das deutsche Team verteidigte den Vorsprung bis zum Ende und brachte den 30:26-Sieg über die Ziellinie. „Gegen die USA war mein absolut stärkstes Gefecht mit drei Hand- und zwei Fußtreffern“, so Alles.

Im anschließenden Finale blieb es allerdings nur drei Gefechte lang spannend, bis zum Stand von 7:7. Dann aber drehte Italien mit Einzel-Weltmeisterin Ewa Borowa auf und holte sich dank eines 30:17-Erfolgs den WM-Titel. Deutschland freute sich dennoch mächtig über Silber. „Das Finale war unsere Belohnung für die starke Team-Moral“, sagt Alles, die nach sechs EM-Medaillen nun auch ihr erstes WM-Edelmetall gewinnen konnte.

Knapp an der Einzel-Medaille vorbei

Bereits zwei Tage vor den Mannschaftkämpfen war Renate Alles im Einzel gestartet. Mit drei Siegen bei drei Niederlagen ging es an Position 16 gesetzt in die Direktausscheidung.

Im ersten Duell stand ihr die Japanerin Rieko Yamamori gegenüber, die sie nach taktisch gutem Gefecht mit 10:6 schlagen konnte. Das anschließende Aufeinandertreffen mit der Italienerin Flaminia Violati verlief mit 10:1 unerwartet eindeutig. Gegen die Schwedin Pia Albertson setzte sich die TSG-Sportlerin nach Verlängerung hauchdünn 7:6 durch und stand im Viertelfinale. Es fehlte ein Sieg zu Edelmetall.

Ihre Gegnerin, Abigail Nutt, hatte schon in der Vorrunde 5:4 gewonnen. Alles war trotzdem sicher, die Australierin schlagen zu können. Doch diese arbeitete sehr konzentriert in der Defensive und gab ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Alles musste Nutt mit 10:6 den Sieg überlassen. „Ich war erst ziemlich enttäuscht, die Medaille so knapp verpasst zu haben. Aber achtbeste der Welt ist jetzt nicht wirklich schlecht“, kommentierte die Friesenheimerin ihr Aus im Einzel. dpla

TSG Friesenheim gewinnt „Mainzer Rad“ im Degenfechten

Mit starker Mannschaftsmoral zum Turniersieg
Mainz/Friesenheim (24.08.19)

IMG 9693 neu„Das Glück ist mit den Tüchtigen“, könnte die Überschrift über die Teilnahme der Degenfechter der TSG Friesenheim am Mixed-Mannschaftsturnier „Mainzer Rad“ lauten. Bis zum Schluss hatte es nicht so ausgesehen, als ob das Team Platz eins erreichen könnte, da es bereits den Auftakt gegen die TG Mainz-Gonsenheim verloren hatte. Doch das Team gab nach der Niederlage nicht auf und profitierte davon, dass der Gastgeber im letzten Mannschaftskampf Nerven zeigte.

Bei der 16. Auflage des Mixed-Turniers trat die TSG-Degenmannschaft in der Besetzung Renate Alles, Carolin Breitwieser, Sonja Tippelt und Daniel Plaga an. Das Team war das einzige im Feld, in dem mehr Damen als Männer fochten. Im Modus „Jeder gegen jeden“ wurde den Friesenheimern zuerst die TG Mainz-Gonsenheim als Gegner zugelost.

Aus dem anfänglichen 7:10-Rückstand machte Sonja Tippelt eine 15:14-Führung. Der nächste Kampf verlief ausgeglichen (20:19), bis sich die Eulen das erste Mal mit ein paar Treffern absetzen konnten (25:21). Doch die TGM-Fechter kamen zurück (30:29), und das auch noch ein zweites Mal. Als die „Roten“ erneut mit vier Treffern führten (40:36), gaben sie den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Sie verloren in der Verlängerung mit 42:43.

„Nach dem Gefecht waren wir kurzzeitig demoralisiert“, kommentiert Daniel Plaga. „Aber ich habe dann erleben dürfen, warum das TSG-Damenteam so gut ist. Aufgeben gibt‘s da nicht.“ Die Mannschaft ging in den nächsten Duellen deutlich konsequenter mit ihren Chancen um. Zunächst besiegte sie den KHC Bad Kreuznach mit 45:37. Anschließend ließ sie dem HC Bad Dürkheim mit 45:28 keine Chance. Das Schlussgefecht gegen Speyer wurde dann nochmal zu einer echten Bewährungsprobe.

Nach sechs von neun Kämpfen lag die TSG knapp 30:29 in Front. Diesmal blieb das Friesenheimer Team allerdings fehlerfrei und ließ seinen Gegner nicht mehr ausgleichen. Carolin Breitwieser erhöhte erst auf 35:32, dann baute Daniel Plaga den Vorsprung auf sechs Punkte aus (40:34). Renate Alles brachte den Sieg mit 45:40 über die Ziellinie. Doch das Beste kam erst noch.

Auf den letzten Metern des Turniers strauchelte die TG Mainz-Gonsenheim gegen Bad Kreuznach und verlor das Duell unerwartet mit 40:45. Damit hatten diese beiden Teams und die TSG Friesenheim jeweils drei Gefechte gewonnen und eines verloren. Für die Eulen zahlte sich nun aus, dass sie nach dem Dämpfer zum Auftakt konsequent weitergemacht hatten. Denn von den drei Anwärtern auf den Titel hatten sie das beste Trefferverhältnis (+29) und holten sich damit den Turniersieg. Überraschungs-Zweiter wurde Bad Kreuznach. Und auf dem undankbaren dritten Platz landete die TG Mainz-Gonsenheim, die lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatte.

Platz vier sicherte sich der HC Bad Dürkheim mit Friesenheimer Beteiligung. Cédric Tippelt hatte mit zwei anderen Nachwuchsfechtern aus der Kurstadt das jüngste Team gestellt und sich teuer verkauft. Gleich zwei Mal waren die drei Jungs mit nur einem Treffer unterlegen. Gegen Speyer, die Fünfter wurden, hatten sie sogar einen Sieg geholt. dpla

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