Fechten in Ludwigshafen

25 Jahre Damen-Degen-Pokalturnier
TSG Friesenheim

Heimsieg beim Jubiläumsturnier für Marieke Thür-Boxheimer

Die Finalistinnen der TSG Friesenheim Von links nach rechts Karen Neuhaus (4.),
Julia-Amber Skrupke (5.), Renate Alles (3.) und Marieke Thür-Boxheimer (1.)

 
Am 03.06.2010 fand, traditionell an Fronleichnam, das Damen-Degen Pokalturnier der Fechtabteilung der TSG Friesenheim statt. In diesem Jahr feierte das Turnier 25-jähriges Jubiläum.

1986 betrat die TSG Friesenheim mit der Ausrichtung ihres ersten Damendegenturniers in zweifacher Hinsicht Neuland. Es war das erste Fechtturnier, das in Friesenheim ausgetragen wurde und darüber hinaus war es eines der ersten Damendegenturniere in der Region und in Deutschland überhaupt.

Erst im Jahr zuvor hat der internationale Fechtverband mit seiner Entscheidung, das Degenfechten auch für Damen zuzulassen, mit den bis dahin gängigen Vorurteilen >>Degenfechten sei zu hart, zu gefährlich, zu rau und nicht für Damen geeignet<< aufgeräumt. Der Emanzipation im Fechtsport stand somit nichts mehr im Wege.

Was zunächst als Einladungsturnier innerhalb des Landesfechtverbandes Pfalz begann, entwickelte sich schnell zu einem weit über die Verbandsgrenzen hinaus bekannten und bei vielen Fechterinnen beliebten Turnier. Seit Jahren ist es Ranglistenturnier des Südwestdeutschen Fechtverbandes und zwischenzeitlich auch des Saarländischen Fechterbundes.

Der ursprüngliche Austragungsmodus - es wurde im Rundensystem bis zum Finale gefochten - wurde bis heute beibehalten. Dieser in der heutigen Zeit etwas "exotische" Austragungsmodus wird von einigen Teilnehmerinnen geliebt, von anderen gehasst. Er trägt jedoch jedes Jahr aufs Neue dazu bei, dass das Damendegenturnier etwas ganz Besonderes ist.

Für das Finale der besten 6 Fechterinnen haben sich mit Karen Neuhaus, Renate Alles, Marieke Thür-Boxheimer und Julia-Amber Skrupke gleich 4 Starterinnen der TSG Friesenheim qualifiziert. Den Heimsieg sicherte sich Marieke Thür-Boxheimer in einem spannenden Stichkampf gegen Susanne Weisgerber von der FSG Dillingen. Rekordsiegerin Renate Alles (sie konnte das Turnier bisher schon 10 mal für sich entscheiden) landete auf dem 3. Platz. Die Ränge 4 und 5 belegten Karen Neuhaus und Julia-Amber Skrupke. 6. wurde Danielle Trittelwitz von der TG Rohrbach Saar.

Seit 2004 findet neben dem Damenwettbewerb auch das Herrendegen-Pokalturnier statt.

Bei den Herren schafften mit Thomas Griebel und Gernoth Ritthaler immerhin 2 Fechter der TSG den Einzug ins 8er-Finale. Gernoth Ritthaler scheiterte im Viertelfinale gegen Waheed Shafiq mit 15:9. Auch Thomas Griebel musste sich im Halbfinale mit 11:15 gegen den späteren Sieger Waheed Shafiq geschlagen geben und unterlag im Kampf um Platz 3 Eugen Zent vom Fechterring Hochwald-Wadern knapp mit 15 : 14. 2. wurde Michael Burkhardt vom Darmstäder FC.

Im Anschluss an das Turnier richtete der Förderverein Fechten ein gemütliches Beisammensein aus. Neben den aktiven Fechterinnen und Fechtern sind auch viele Freunde der Fechtabteilung der Einladung zu einem Grillfest gefolgt. 


TSG Fechter stellen sich vor

Thomas Griebel

One World One Dream - einmal live bei Olympia dabei zu sein

Vom 08. bis 24. August 2008 flog ich nach Peking zu den Olympischen Spielen.

Dies wurde mir zusammen mit fünfunddreißig weiteren jugendlichen Nachwuchs- Leistungssportlerinnen und –sportler von der Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz ermöglicht. In Peking waren wir in einem erstklassigen Hotel, dem Hong-Fu Park, untergebracht. In diesen zwei Wochen besuchten wir spannende Wettkämpfe im Handball, Beachvolleyball, Hockey, Rudern, Wasserball, Leichtathletik, Trampolin, Schwimmen und Triathlon. Mehrere Ausflüge zu kulturellen Plätzen wie der Platz des Himmlischen Friedens, die Verbotene Stadt und die Große Mauer standen auf unserem Programm. Der Besuch des Olympischen Dorfes wurde durch ein Losverfahren ermittelt, lediglich zehn von uns bekamen die Möglichkeit. Leider gehörte ich nicht zu den Glücklichen.

One World One Dream - einen olympischen Fechtwettkampf mitzuerleben

Am Mittwoch, den 13. August stand ein Tagesausflug auf unserem Programm mit Besuch der Großen Mauer und einer Ritcha Tour durch die alten chinesischen Wohngebiete, genannt Hutongs. An diesem Abend fanden um 18:00 Uhr auch die Wettkämpfe im Fechten statt. Unsere deutschen Favoriten waren im Damendegen Britta Heidemann und im Herrenflorett Peter Joppich und Benjamin Kleibrink. Da ich aber keine Eintrittskarte hatte und wir voraussichtlich erst um 18.00 Uhr im Hotel zurück sein würden, hatte ich es mir nie erträumt die Fechtwettkämpfe besuchen zu können. Spontan entschlossen sich fünf von uns, es noch mal auf dem Schwarzmarkt zu versuchen. Wir meldeten uns um 17:15 Uhr von der Gruppe ab und versuchten so schnell wie möglich mit der U-Bahn die Fechthalle zu erreichen. Auf dem Weg zur Fechthalle hatten wir Glück und konnten noch vier der ersehnten Karten kaufen. Für einen von uns bedeutete dies leider keinen Eintritt.

One World One Dream - olympisches Gold für Deutschland

Schweißgebadet vom Rennen und der Hitze erreichten wir mit fünfzehn Minuten Verspätung endlich unsere Plätze. Wie die Finalwettkämpfe ausgingen, haben bestimmt viele von euch in den Medien mitbekommen. Zweimal Gold für Deutschland für Britta Heidemann im Damendegen und Benjamin Kleibrink im Herrenflorett. Es war ein einmaliges Erlebnis für mich, als Fechter der TSG Friesenheim, die spannenden Gefechte und die Siegerehrungen live in der Halle mitzuerleben und unmöglich mit Worten zu beschreiben.

One World One Dream – diesen Tag werde ich nie vergessen

Der krönende Abschluss des Tages war die Feier im Deutschen Haus. Der Bruder von Britta Heidemann, Gerrit Heidemann, den wir beim Anfeuern und Jubeln in der Fechthalle kennen gelernt haben, nahm uns mit ins Deutsche Haus. Dort trafen wir mehrere deutsche Sportler und Stars und feierten mit ihnen die beiden Goldmedaillen. Erst um 5 Uhr morgens kamen wir dann völlig ausgepowert von einem sehr anstrengenden, aber natürlich auch von einem außergewöhnlichen Tag zurück ins Hotel. Dieses fantastische Erlebnis wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Dafür, dass diese Träume Wirklichkeit wurden, danke ich der TSG Friesenheim und dem Förderverein Fechten rechtherzlich für die finanzielle Unterstützung.

Ulf Schäfer

Vor gut 7 Jahren fing ich damit an, weil meine Schwester mich auf das Fechten aufmerksam gemacht hatte. Anfangs reizte mich das Fußballspielen mehr, aber nach und nach interessierte mich immer mehr das Fechten.

Nachdem ich mit dem Training begonnen hatte, nahm ich auch bald an Turnieren teil.

Die gute Ausbildung und gute Beratung meiner Trainer ermöglichten mir einige Turniererfolge zu erzielen. Auch wenn das Fußballspielen nicht mehr im Vordergrund steht, macht mir das Training mit den Anderen noch immer viel Spaß. Mir ist es wichtig mit meinem Trainer Anatoly zu trainieren und weiterhin viele Erfolge gemeinsam zu feiern.

Kurzum, das Fechten macht mir einfach Spaß.